Return to site

XING und LinkedIn -

was nützen sie mir?

Die drei wichtigsten Fragen und Antworten aus meinem

Coaching-Alltag

1) Brauche ich eher ein LinkedIn- oder ein XING-Profil?

Ich rate meinen Klienten und Klientinnen in der Regel dazu, dass sie sowohl auf XING wie auch auf LinkedIn ein Profil erstellen und dieses regelmässig pflegen, zumindest wenn sie aktiv auf Stellensuche sind. In aller Regel reicht ein Basis-Profil aus, also keine teure Mitgliedschaft. Zur Profilpflege und zum Netzwerken ist dies auf alle Fälle ausreichend. Leute, die sehr international unterwegs sind und kaum Bezug zum DACH-Raum haben, reicht vermutlich ein LinkedIn-Profil aus. Allen anderen rate ich auch immer noch zu XING. 

Ich persönlich schätze auf LinkedIn die vielen unterschiedlichen Funktionalitäten, die Übersichtlichkeit, die Möglichkeit zu Empfehlungen, und dass ein grosser Teil meines geschäftlichen Netzwerkes darauf vertreten ist. Auf XING schätze ich die guten Veranstaltungen und auch die Gruppen, die seit vielen Jahren bestehen und gewachsen sind. Ich finde, XING verbindet die Möglichkeit, online- und offline zu netzwerken mit der Gruppenfunktion sehr gut. Auf beiden Kanälen finde ich auch die Suchfunktionen sehr hilfreich. Dies ist für mich - als Recruiter - wohl die wichtigste Funktion überhaupt, neben dem Netzwerken.

2) Wie viel soll ich preisgeben? Wie spezifisch soll mein Profil sein?

Die Privatsphäre ist ein wichtiges Gut. Ich kann darum nachvollziehen, wenn man sie gut schützen möchte. Glücklicherweise bieten sowohl LinkedIn wie auch XING diverse Einstellungen zu diesem Thema. Beispielsweise kann man einstellen, ob man von Suchmaschinen gefunden werden möchte oder nicht. Natürlich kann man auch die Kontaktmöglichkeiten selber bestimmen.

Wieviele Informationen man nun aber zu seinem Werdegang preisgibt, ist eine sehr individuelle Frage. Wichtig ist zu unterscheiden, ob man aktiv auf Stellensuche ist oder ob man die Kanäle eher zum Netzwerken nutzt.

Wer auf Stellensuche ist, möchte in der Regel auch auf den sozialen Kanälen auffindbar sein und Angebote erhalten von möglichen Arbeitgebern. Das bedeutet, man sollte in diesem Fall mit unterschiedlichen "Keywords" arbeiten, die auch die Recruiter verwenden. Recruiter nutzen die Suchfunktion sehr extensiv und kennen sich damit bestens aus. Sie suchen nach spezifischen Fähigkeiten. Wer in seinem Profil diese Fähigkeiten aufgelistet hat, wird entsprechend auch in den Suchergebnissen der Recruiter aufgelistet und ist kontaktierbar (es sei denn, man hat die Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt). Auflisten kann man neben den konkreten Fähigkeiten auch beispielsweise Hochschulen, ehemalige Arbeitgeber oder unterschiedlichste Tätigkeiten. Man muss sich dabei ein bisschen in die Haut eines Recruiters versetzen und überlegen, wonach er wohl sucht.

Wer nicht auf Stellensuche ist und die sozialen Kanäle eher beiläufig nutzen möchte, muss nicht so viele Informationen auflisten. Eine kurze Zusammenfassung im oberen Bereich des Profils wird gern gelesen. Grundsätzlich rate ich auch diesen Leuten, ihr Profil komplett und aktuell zu halten und sich Gedanken zu machen, wer sie kontaktieren kann.

3) Wieviel Zeit muss ich investieren?

Auch hier gibt es keine pauschale Antwort. Grundsätzlich ist das Zeit-Investment nicht allzu hoch, wenn das Profil mal angelegt ist. Ich finde es wichtig, professionell vorzugehen beim Einrichten des Profils - und sich dafür Zeit zu nehmen. Ein gutes Foto zu verwenden, die Berufserfahrung komplett und solide auszuarbeiten und natürlich keine Schreibfehler zu fabrizieren. Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen zur "Zusammenfassung" (LinkedIn) oder dem "über mich" Bereich, und auch zu den "ich biete" und "ich suche" Rubriken (XING). Hier gilt es, eine gute Balance zu finden zwischen zuwenig und zuviel Information. Niemand will zuviel lesen und dabei gelangweilt werden. Ebenfalls schreckt zuviel Selbstlob ab.

Wenn das Profil bereits besteht, ist das Zeit-Investment sehr abhängig vom Ziel, mit welchem man sich online bewegt. Mir persönlich reichen pro Woche etwa 45-60 Minuten, es sei denn, ich suche spezifisch nach Kunden oder Klienten, die ich dann auch kontaktiere. Dann kann es schon sein, dass mein Research mehrere Stunden beansprucht.

Für jemanden, der die Profile ausschliesslich zum Netzwerken braucht und keine Beiträge schaltet, Artikel schreibt oder sich in Gruppen austauscht, ist das zeitliche Investment wirklich gering und es reichen pro Woche 10-15 Minuten.

Du hast weitere Fragen oder Inputs? Schreib mir auf nstadler@gotalent.ch - ich freue mich!

Coachings sind übrigens buchbar für Privatpersonen wie auch für Firmen, die ihre Mitarbeiter professionell auftreten lassen möchten.

All Posts
×

Almost done…

We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

OKSubscriptions powered by Strikingly