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Wie man Feiertage auch verbringen kann ...

Ostergedanken

Heute - es ist ganz still in der Stadt ... ich spaziere früh durch die Strassen und geniesse die Ruhe, bin dankbar sind alle Geschäfte geschlossen und auch dafür, dass es kaum Autos unterwegs hat.

Diese äussere Ruhe bringt innere Ruhe mit sich. Das Tempo verlangsamt sich, Aktivität ist irgendwie nicht angesagt. Ich bin ruhig, bin langsam, BIN einfach. Das reine SEIN, eine weibliche Qualität (Yin), kommt im heutigen Alltag so oft zu kurz.

Yang - Exzessives Tun, Ziele erreichen, Dinge erledigen, Punkte auf der To-Do-Liste abhaken, Leistung erbringen und fokussieren, das sind männliche Werte und sie sind keineswegs schlecht.

Doch die weibliche Essenz, sie ruft nach dem Ausgleich und findet diesen im Nichts-Tun, im Sein, in der Entspannung, in der Ziellosigkeit, in der Integration und Verarbeitung, dem sich-setzen-lassen, auch im Schlaf, dem Tagträumen, dem Fühlen.

Unsere patriarchale Kultur verurteilt diese Zustände natürlich. Wer nichts leistet, wer faul ist, langsam womöglich noch dazu, wird gnadenlos verurteilt. Wir sehen, wie die maskuline Seite völlig übertrieben im Aktivismus verloren ist - damit meine ich nicht die Männer, sondern die männliche Seite in uns allen. "Nur noch schnell die Welt retten" - diese Liedzeile trifft es gut

Doch wer in sich die weibliche und männliche Seite in Balance spüren möchte, wer in seelischer Harmonie mit sich selber leben möchte, tut gut daran, von Zeit zu Zeit seine Gedankenkonzepte loszulassen, sich frei zu machen von Vorstellungen wie die Dinge zu sein haben - und sich selber damit absolute Freiheit zu schenken. Sich zu nichts zu zwingen, sondern zu geniessen, den Moment, wie er sich eben gerade zeigt. Ruhe, Schönheit, Gelassenheit.

So geben uns die Feiertage, gerade jetzt über Ostern, die Gelegenheit dazu, uns zurückzulehnen und in Stille zu SEIN ... Es gibt wenig Ablenkung, kein Konsum, aber viel Essenz. Wie schön. Lassen wir es zu. Lenken wir uns nicht selber ab. Lassen wir den Griff zum Smartphone sein. Und vielleicht stellen wir uns einige dieser Fragen, passend zur Bedeutung von Karfreitag und Ostern:

Wo bist Du übertrieben in Geschäftigkeit gefangen?

Wozu tust du all dies?

Wo gehst du hin und wieder den leichteren, aber vielleicht den falschen Weg?Wo nagelst Du Dich selber ans Kreuz? Verrätst Dich oder Andere?Tust du Dinge, von denen du ahnst, dass sie dir nicht gut tun?

Warum gibst du kurz vor dem Erfolg auf?

Warum bist du nicht immer ehrlich?

Warum bleibst du zu lang mit Menschen zusammen, die dir nicht gut tun?

Wieso lässt du deine Mission, deinen Traum zu schnell los?

Warum fühlt sich dein Leben manchmal so angespannt an?

Lange vor den Christen haben naturverbundene Stämme in diesen Frühlingstagen die Fruchtbarkeit des Lebens zelebriert. Das deutsche Wort "Ostern" stammt vom altgermanischen Austrō für „Morgenröte“ ab, das ursprünglich ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete. Der Wortstamm ist aber auch mit dem altgriechischen ēōs verwandt, es bezeichnet die Göttin der Morgenröte. Das Osterfest wird gefeiert am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang (21. März), der auch als Tag-/Nachtgleiche bekannt ist.

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