Return to site

Tu es einfach.

7 wichtige Erfahrungen auf dem Weg zur Berufung

[R E A L T A L K]

Tu es einfach. Das habe ich mir gesagt.

Folge der Passion - jetzt, wo sie so klar geworden ist.

Sommer 2018: Ich war gerade nach Hause gekommen von Korfu, sass zusammen mit einer Freundin auf einer Wiese, als sie begann, von ihrer Leidenschaft zu sprechen, und in mir gab es einen "Shift".

Ein Schleier öffnete sich. Meine Intuition konnte gar nicht klarer sein. Es war, als stünde die Zeit still. Ich spürte plötzlich, was eine meiner grössten Aufgaben in der Zukunft sein wird. Etwas, was ich als wichtigen Teil meiner Berufung bezeichnen würde. Ich spürte diese Idee nicht diffus, sondern ganz bodenständig und sah sie ganz klar mit zahlreichen Details.

Plötzlich offenbarte sich alles. Und die Ängste, die mich zuvor zurückhielten, traten auf die Seite. Während meine Freundin weiter vor sich hin sinnierte, ging in mir quasi ein Tor auf.

Die Klarheit dieser Berufung fühlt sich an wie ein grosses Geschenk, sie ist eine Befreiung, und sie bringt Leichtigkeit, Lebenslust und Freiheit mit sich.

Diese Aufgabe verbindet so viele meiner Talente. Und sie schliesst auch einen Kreis. Lange hatte ich mich gewundert, warum ich eigentlich vor langer, langer Zeit - es fühlt sich an wie in einem anderen Leben - Frauengeschichte, Journalismus und Ethnologie studiert habe. Doch jetzt ist es klar, meine Idee verbindet die drei Schwerpunkte in schönster Weise. Mehr zu meinem Calling folgt bald.

Doch für diesen Artikel hier sind die Details zu meiner Aufgabe - die sich sanft einfügen in einige bereits bestehende Tätigkeiten - nicht wichtig. Das einzige, was relevant ist, ist das innere Kribbeln, das ich spüre, wenn ich an meine Aufgabe denke. Wie ich gleichzeitig auch wahrnehme, dass ich mich geerdeter fühle, dass meine Stimme anders klingt, wenn ich über die Idee spreche. 

Lange habe ich gewartet und gesucht und fühlte mich "in einem endlosen Prozess". Es war manchmal mühsam, nicht zu wissen, wofür ich hier bin. Was denn meine Berufung ist. Es war oft aber auch interessant, weil ich den Prozess stets als Spiel betrachtet habe. Zu spielen, zu experimentieren, zu erforschen, was mir die grösste Freude bringt. Das habe ich jahrelang getan und es auch genossen. Die Welt als Spielwiese.

Über mehrere Jahre habe ich gemerkt, dass ich mich immer mehr dem annähere, was ich wirklich auf diese Welt bringen will. Dass da noch etwas versteckt war, viel Potenzial, das hatte ich schon früh gespürt. Aber der Prozess braucht Zeit. Was hat mich im Prozess vorwärts gebracht?

*Nicht nur Zeit, sondern auch den Willen, nach innen zu lauschen. Ein Sein mit dem Nicht-Wissen, was als nächstes kommt. Annahme, in diesem Moment noch keine Klarheit zu haben. Meditation. Waldspaziergänge.

*Eine gewisse Kompromisslosigkeit. Dinge fallen zu lassen, die mir nicht mehr entsprachen. Radikaler Ja und Nein zu sagen.

*Dazu gehörte auch, zu prüfen, ob die Begeisterung, die ich bei neuen Projektanfragen spürte, mental oder emotional war. Habe ich mir eingeredet, dass die neue Idee toll ist, oder spürte ich es in mir, in meinem Körper? Nur wenn es in mir ein Körper-Ja gab, ging ich mit der Idee weiter.

*Und natürlich war es wichtig, dass ich immer noch mehr Zeit genau denjenigen Projekten, Ideen und auch Menschen gewidmet hatte, wo Freude resultierte. Das ist immer die Frage, die ich mir stelle: Gibt es mir Energie oder nimmt es mir Energie?

*Gespräche mit Freundinnen und Geschäftspartnern. Auch mit kritischen Menschen, die mich gut kennen und die richtigen Fragen stellen.

*Inspirationen sammeln und neugierig sein: Ich las viel, insbesondere Bücher wie "Frei sein statt frei haben", "Work is not a job", "Umsteigen - aussteigen", und viele mehr (siehe separate Bücherliste in einem kürzlich erschienenen Blogpost). Ich ging in Weiterbildungen und Seminare, fragte Menschen über ihre Leidenschaft aus, und über den Weg, den sie gegangen sind. Über die Hindernisse und wie sie mit ihnen umgegangen sind.

*Innere Arbeit: Ich habe an mir gearbeitet. Gefühlt ununterbrochen für die letzten zehn Jahre :) Gute Coaches oder Therapeuten sind wertvoll in Kombination mit dem Willen, sich stets selber zu reflektieren und weiter zu entwickeln.

Noch immer will ich spielen und entdecken. Aber ich habe jetzt eine Ausrichtung, die sich Gehör verschafft hat und Raum einnehmen will. Und diesen Raum gebe ich ihr so gern. Denn viele alte Ängste sind transformiert. Sicherheits-Gedanken wurden weniger. Das Vertrauen ist gewachsen. In mich und vor allem ins Leben.

Dass das Leben wirklich da ist, um es zu geniessen und um Erfahrungen zu machen, sich zu entwickeln - und um zu spielen. Das wurde mir immer klarer. Freude zu haben an den Projekten und Freude am zusammen gestalten, umsetzen, in die Welt bringen. Da wo die Freude ist, ist der Weg.

Weil ich diese Freude nun so körperlich und überzeugend in mir spüre, kann ich den (manchmal über-) kritischen Denker in mir loslassen und unbeschwert und vertrauensvoll sagen "Tu es einfach"!

All Posts
×

Almost done…

We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

OKSubscriptions powered by Strikingly