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Meine 9 praktischen Ideen für leichte, entspannte Achtsamkeit

Gerade sitze ich hier in Bali in einem Jungunternehmer-Zentrum und führe eine zufällige, aber sehr spannende Diskussion mit einer paar Entrepreneurs zum Thema Achtsamkeit. Ich habe ihnen von meinen Mindfulness-Workshops erzählt, worauf sie mir nun ihre Praktiken offenbaren, die sie in ihren Tag einbauen und die ihnen helfen, im Moment zu bleiben. Und wir sind uns einig: Achtsamkeit soll Freude machen. Dieses teilweise etwas ernsthafte, langweilige Image, das ihr anhaftet, ist einfach nicht stimmig für uns.

Ich habe hier einige Ideen zusammengestellt, wie wir unser Leben mit freudvoller, leichter Achtsamkeit bereichern können. Es geht bei all diesen Ideen nicht so sehr darum, WAS wir tun, als vielmehr darum WIE wir etwas tun (oder noch besser, wie wir etwas sind). Voilà:

In die Natur gehen:

Regelmässige Spaziergänge oder Wanderungen in der Natur tun uns gut: die frische und Bewegung regen unser Herz-Kreislauf-System an. Egal, ob im Wald, im Park oder in den Bergen – geniessen wir es, unsere Körper zu aktivieren. Als zusätzlicher Mindfulness-Tipp möchte ich das Barfuss-Gehen erwähnen, das uns noch mehr in Kontakt mit der Erde bringt und uns hilft, uns zu zentrieren. Im Grünen sein bringt einfach viel Leichtigkeit in den Alltag und lässt uns Sorgen vergessen.

Bewusst kochen und essen:

Seit ein paar Jahren probiere ich sehr regelmässig neue Rezepte aus. Ich werde dabei richtig kreativ. Kochen senkt meinen Stresslevel sehr schnell. Ich bemerke, wie ich beim Gemüse schälen, beim rühren, backen, würzen und schmecken viel weniger nachdenke und schnell wieder "in den Körper" finde. Die Konzentration ist ganz beim Kochen und bei meinen Sinnen. Multitasking ist nicht mein Ding und lasse ich auch beim Kochen nicht zu. Und wenn wir noch einen Schritt weitergehen, dann behalten wir diese so lustvolle Achtsamkeit auch beim Essen. Denn ganz ehrlich: Ein Essen, das in Ruhe stattfindet, ohne grossartige Unterhaltung und Ablenkung, schmeckt einfach besser und erlaubt uns ganz viel Genuss. Kauen wir langsam, konzentrieren wir uns ganz auf die Sinneseindrücke. Eine Gaumenfreude erleben wir nur, wenn wir achtsam essen.

Regelmässig meditieren:

Still sitzen und bewusst wahrnehmen, was gerade in unserem Körper passiert. Vielleicht finden wir ein paar Mal im Tag wenige Minuten dafür, oder wir bauen Meditation als Ritual in unser Leben ein: 20 - 30 Minuten jeden Tag nach dem Aufstehen oder am Abend. Ich persönlich meditiere immer eine halbe Stunde bei Tagesanbruch, wenn die Nacht zum Tag wird. Je häufiger wir meditieren, desto besser geht es. Und ja, es ist normal, dass Gedanken kommen (und gehen) und wir brauchen uns dafür nicht zu verurteilen. Lassen wir sie einfach dann geduldig wieder weiterziehen, wenn wir sie bemerkt haben. Immer und immer wieder

Tanzen, schütteln, strecken, dehnen, Yogaübungen:

Bewegung ist immer gut: Sie hilft uns, den Körper und den Atem bewusst wahrzunehmen. Wenn das Strecken, Schütteln, Dehnen, Tanzen uns Spass macht, lassen wir Stress sehr unmittelbar los. Ich kombiniere meine morgendlichen Yogaübungen oft mit Schütteln oder Tanzen. Ich höre dazu meine Lieblingsmusik und wie oft zaubert mir dieses Ritual ein Lachen aufs Gesicht. Auch Sport und Schwitzen hilft, im Körper gespeicherten Stress loszuwerden. Auch ein Besuch im Fitnessstudio kann durchaus achtsam geschehen, wenn man sich beim Gewichte heben auf den Atem konzentriert und die Übungen langsam macht.

Massieren und berühren:

Bestimmt spürst Du den Unterschied zwischen einer achtsam durchgeführten Berührung/Massage und einer unbewussten, automatisch praktizierten Berührung. Es fühlt sich einfach komplett anders an. Wir spüren sofort, ob jemand wirklich "hier" ist und eine Massage wirklich gern ausführt - oder eben nicht. Wenn die Person in Gedanken woanders ist, dann verzichte ich lieber auf die Berührung. Aber was gibt es Schöneres, als wirklich achtsam und liebevoll und voll bewusst berührt zu werden? Ich merke, wie sich der Atem verlangsamt und ich einsinke in ein Feld von purem Bewusstsein.

Klassischer Musik lauschen, oder den Geräuschen in der Natur:

Und dabei nichts tun. Kein Smartphone in der Hand. Einfach nur lauschen. Eine Wohltat für unsere vom Lärm überstrapazierten Ohren.

Atemübungen:

Immer und immer wieder, bei der Arbeit und sowieso überall: bewusst atmen. Das Wichtigste wohl überhaupt. Wenn wir bewusst atmen, sind wir automatisch im Hier und Jetzt. Wichtig dabei ist, tief durch die Nase einzuatmen, die Luft einige Sekunden in der Lunge zu behalten und danach dann entweder durch den leicht geöffneten Mund oder die Nase auszuatmen. Stress verringert sich dadurch sehr unmittelbar und unser Hirn wird aktiviert. Ich finde es immer wieder interessant, meinen Atem zu beobachten und zu sehen, wie ich sehr unmittelbar loslassen kann von Gedanken und mich erfrischt fühle.

Digital detox:

So schnell passiert es. Wir verlieren uns im Tun. Immer gibt es noch etwas zu erledigen und die to-do-Liste füllt sich immer wieder neu auf. Langeweile in Zeiten von Social Media? Gibt es nicht mehr. Nur einfach mal sein? Kennen wir diesen Zustand noch? Weil ich um den Wert der langen Weile weiss, hole ich sie immer wieder bewusst in mein Leben und zelebriere sie. Es gibt so viel Wissen darüber, dass sie unsere Kreativität beflügelt. Wenn wir uns langweilen, werden vier Areale im Gehirm aktiviert, die weit auseinanderliegen und sonst nur selten zusammenarbeiten. Wir sollten uns also öfters Zeit nehmen fürs nichts tun. Bewusst das Smartphone nicht zur Hand nehmen, während wir auf den Bus warten. Ins Schlafzimmer keine elektronischen Geräte mitnehmen. Wochenenden und Abende regelmässig ohne Facebook, Instagram, E-Mail und Co. verbringen - offline sein - wie wohltuend! Wir werden belohnt mit ganz viel freudvoller Präsenz - hier und jetzt! Denn im Hier und Jetzt gibt es nichts anderes als pures, entspanntes SEIN.

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