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"Ich lege den Fokus
auf den gegenwärtigen Moment"

Die Meditations- und Achtsamkeitslehrerin Maria Boettner beantwortet hier meine Fragen rund ums Energie-Management. Maria lebt in Zürich und ist hat unter anderem eine App auf den Markt gebracht, die dabei hilft, regelmässig Pausen zu machen. 

Maria hat als Elfjährige mit Meditieren begonnen, in den vergangenen zwanzig Jahren hat sie vielfältige Formen der Meditation sowie Techniken zur Entspannung erlernt.

In ihren frühen Zwanzigern studierte Maria Schauspiel in Hamburg und wirkte seitdem in diversen Theater- und Filmproduktionen mit.

* Maria, danke für deine Bereitschaft zum Interview. Stell uns Dich bitte vor: 
"Ich nehme mich selbst als eine ganz normale, moderne Frau Mitte Dreißig wahr. Eine die versucht, Familie, Freunde, Beruf und Berufung unter einen Hut zu bringen, ohne dabei die innere Balance zu verlieren." 
* Was gibt Dir in Deinem Alltag Energie?
Glückliche Menschen. Zeit am Meer und im Meer. (Am liebsten die Ägäis oder das Ionische Meer). Genügend Schlaf. Gutes Essen. Eine extra Portion Zeit für mich.
* Was raubt Dir in Deinem Alltag Energie? Und wie gehst Du damit um, wenn Du wenig Energie hast?
Dauerhafter Schlafmangel erschöpft mich. Im besten Falle ändert man dann natürlich die Situation. Wenn sie sich aber nicht verändern lässt, dann muss man individuell für sich selbst herausfinden, wie man seine Energiereserven füllen kann. Eine gesunde Ernährung ist sicherlich auch unterstützend. Meditation und Yoga sowieso.
* Was ist Deine Vision mit Deiner Firma?
Wenn "Du Hast Pause" Menschen dazu bringt, in eine gesündere und glücklichere Verbindung mit dem Leben zu treten, dann wäre das toll.
* Du bist ja selbstständig mit Du Hast Pause, bist Mutter und hast viele Interessen: wie teilst Du deine Energie im Alltag ein?
Da ich keinen geregelten Tagesablauf habe, ist Meditation nach wie vor der Schlüssel für mich, um nicht in ein Energietief zu kommen. 
Mein Freund und ich arbeiten beide frei. Eine gewisse innere und äussere Flexibilität muss also gewährleistet sein. Durch unsere Tochter müssen wir neuerdings auch die Termine des anderen in unsere Agenda eintragen. Aber ich finde, das reicht dann auch an Korsett für den Alltag. Es soll ja noch Zeit und Musse für Spontanität bleiben. 
* Trennst Du für Dich Arbeit und Privatleben oder wie siehst Du das?
Trennung ist für mich ein gedankliches Konstrukt, das viel zu viel Energie einfordert, um am Leben zu bleiben. 
Die Physik zeigt es uns ja: Alles ist miteinander verbunden. Und warum sollte ich überhaupt ein Interesse daran haben, Beruf und Privates zu trennen? Ich will doch wissen, was meine Liebsten erleben, bewegt und beschäftigt. Wenn eine gute Freundin ihre Freuden und Sorgen mit mir teilt, verbindet uns das doch. Das empfinde ich als enormes Privileg, gebaut auf einer ordentlichen Portion Vertrauen.
* Was ist Dir wichtig? (Ganz grundsätzlich - oder auch auf deine Arbeit bezogen)
Sich um seine ganzheitliche Gesundheit und sein "Glücklichsein" tagtäglich zu kümmern, das ist mir wichtig. Dadurch treffe ich allgemein gesündere Entscheidungen auf vielerlei Ebenen. Und im besten Fall bin ich ein offener, liebevoller Mitmensch für die Menschen, die mir begegnen.
* Warum tust Du, was Du tust? 
Das SEIN scheint mir wichtiger als das TUN. Man tut so vieles. Und vieles davon ist einem gerade enorm wichtig, später vielleicht dann aber nicht mehr. Den Fokus bei jeglicher Tätigkeit in den gegenwärtigen Moment zu bringen, dass ist mir wichtig. Und zwar einfach, weil das Tun intensiver und freudvoller wird. Selbst unangenehme Tätigkeitkeiten wie Abwaschen gehen mit Achtsamkeit leichter von der Hand. In emotional schwierigen Situationen hilft es mir ebenfalls, im Hier und Jetzt präsent zu sein. Vielleicht tut es dann kurz sehr weh. Aber danach spüre ich persönlich auch oft eine Erleichterung, weil ich es so akzeptiere, wie es ist. Zumindest verschafft es mir einen inneren Freiraum, den ich persönlich schätzen gelernt habe.
*Wenn Du unbeschränkt viel Energie, Geld und Zeit hättest: Was würdest Du dann diese Woche damit tun?
Wenn "Spenden" legitim ist bei dieser Frage, dann würde ich als erstes mal jeden einzelnen Tag in dieser Woche eine riesige Summe Geld spenden. Zum Beispiel an Ärzte ohne Grenzen e. V. und andere transparente, gemeinnützige Organisationen. Aber auch direkt an Menschen, von denen ich weiß, dass sie Unterstützung brauchen. Sowie an meine Familie, Freunde, Kollegen und mich selbst natürlich. Wenn das erledigt ist, kann man sich ja sowieso erstmal entspannt zurücklehnen. Denn dann könnte ich mir zum Beispiel ganz in Ruhe mein Haus am Meer aussuchen.  
* Was sind deine Visionen, deine Träume? 
Träume und Visionen sind schön und romantisch. Es tut gut zu träumen. Und ich empfinde es auch als wichtig, diese zu haben und zu pflegen. Aber der Fokus sollte nicht auf der 100%  Erfüllung dieser Träume und Visionen liegen, denn dann ist das Drama vorprogrammiert. Unsere Träume können uns beflügeln, aber sie können uns genauso gut auch brechen.
Es gibt keine Garantien im Leben. Da kann man sich es noch so sehr wünschen. Und der Fall auf den Boden der Realität ist meist hart und schmerzhaft. Das heißt jetzt nicht, dass ich faul in der Ecke rum liege, weil ich eh nix mehr machen kann mit meinem Leben oder aufgegeben habe. Es heißt einfach, dass ich in erster Linie mal dafür sorge, dass es mir gut geht. Hier liegt mein Fokus. Denn wenn ich glücklich bin, dann kann das Leben frei und stabil vorwärts fließen, während ich darauf vertrauen kann, dass die richtigen Dinge in mein Leben kommen. Ob mir das dann gefällt oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt.
Danke schön, liebe Maria.
Die Links zu Maria's Website und App findest Du unter: 
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