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8 Ideen für mehr Gelassenheit im Alltag

Achtsamkeit im Alltag bedeutet für mich, immer wieder in der Gegenwart anzukommen. Mehrmals täglich quasi "aufzuwachen" inmitten der Hektik und Betriebsamkeit, die manchmal um uns herum herrscht. Kurz innezuhalten und zu realisieren, was man gerade denkt, ohne die Gedanken zu werten. Einfach zu beobachten. Und alles wieder loszulassen. Gelassenheit zu entwickeln gegenüber den wechselnden Ereignissen in unserem Leben.
 
Achtsame Momente im Alltag bringen viele Konsequenzen mit sich: Etwa, dass wir wieder wahrnehmen (ganz neutral), was gerade alles passiert mit den Mitmenschen um uns herum und auch mit uns selber. Wir sind empathischer, warmherziger, ausgeglichener und innerlich zufriedener. Wir haben weniger Hochs und Tiefs und fühlen uns nicht oder weniger abhängig von dem, was gerade passiert. Wir agieren bewusst, anstatt dass wir im Reaktionsmodus gefangen sind.  
Mit den folgenden 8 Tipps schaffen Sie es, im Alltag präsenter zu sein. Sie werden beobachten, dass Sie sich ausgeruhter und erfüllter fühlen, wenn Sie einige dieser Ansätze regelmässig praktizieren. Beginnen Sie mit einer einfachen Übung und wollen Sie zu Beginn nicht zuviel aufs Mal. Sonst überfordern sie sich. Wählen Sie sich eine der nachfolgenden Aufgaben aus und praktizieren Sie sie, bis Sie sie beherrschen.
 
1) Üben Sie sich in Dankbarkeit. Wohl eine der schönsten, einfachsten und effektivsten Aufgaben, die die "mindfulness" Bewegung uns neu entdecken lässt. Denken Sie täglich mehrmals an Dinge, für die Sie heute in ihrem Leben dankbar sind. Es können kleine Ereignisse sein, Begegnungen, konstante Lebensumstände oder ganz andere Dinge - Wichtig ist nur, dass Sie mehrere zusammentragen.
 
2) Nehmen Sie Ihren Körper wieder wahr. Wir sind so oft in geistiger Arbeit gefangen und vernachlässigen unsere Sinne. Kein Wunder, kommt viel Sinnlichkeit im Alltag abhanden. Holen Sie sie wieder in ihr Leben: Bewegen Sie sich, atmen Sie tief, hören Sie auf ihren Herzschlag, schliessen sie die Augen. Verbringen Sie Ihre Pausen wenn möglich draussen in der Natur, riechen Sie die Düfte in einem Park, lauschen Sie den Umgebungsgeräuschen bewusst, geniessen Sie die Farben der Natur. Schärfen Sie Ihre Sinne auch in der Freizeit: im Schnee spazieren, kochen, tanzen, klettern, massieren, schwimmen, lachen, singen Sie. Alle diese Dinge bringen die wunderbare Sinnlichkeit zurück, die wir zu oft verlieren, wenn wir uns hinter all diesen Screens (TV, Handy, Laptop) verstecken. 
 
3) Sie vergessen die achtsamen Momente während des Tages? Sie sind zu beschäftigt, um daran zu denken, etwas für sich selber zu tun? Stellen Sie einen Wecker. Nehmen Sie sich dann eine Minute Zeit für sich, in der Sie nichts tun oder sich einfach innerlich an ihrem kleinen achtsamen Moment erfreuen. Mir selber hilft es manchmal, eine Mala (tibetische Gebetskette) am Handgelenk zu tragen. Wenn ich sie während des Tages unbewusst berühre, realisiere ich sofort, dass es wieder Zeit für einen achtsamen Moment ist. Dann ziehe ich sie aus und wechsle sie auf das andere Handgelenk. 
 
4) Atmen Sie tief. Yogalehren erzählen uns, je tiefer wir atmen, desto länger sei unser Leben. Ob das nun so stimmt, weiss ich nicht, aber der Effekt von bewusstem Atem, langsamem und entspanntem Atem ist bewiesen. Atmen Sie also langsam ein, machen Sie dann eine Atempause und zählen auf drei, dann atmen Sie aus. Beobachten Sie, wie der Atem durch den ganzen Körper fliesst, wie er mit Sauerstoff gefüllt wird und wie der Atem frische Energie bringt. Beim Ausatmen lassen Sie alte Gedanken los. Das können Sie jederzeit tun, auch in Meetings oder in Gesprächen zu zweit. 
 
5) Sie sind unterwegs, warten irgendwo oder es ist Ihnen langweilig? Anstatt das Handy zur Hand zu nehmen, beschäftigen Sie sich mit schönen Gedanken / Wünschen. Nicht nur solchen für sich selber, sondern auch für Ihre Familie und Arbeitskollegen. Empathie trägt zu einem guten Arbeitsklima wesentlich bei, es erhöht aber auch Ihre innere Zufriedenheit, wenn Sie mit anderen Menschen mitfühlen. Gute Wünsche kann man auch haben für die Person, die gerade im Tram neben einem sitzt oder die Strasse vor uns überquert. Tönt zu Beginn vielleicht etwas ungewöhnlich in unserer ego-zentrierten Gesellschaft, ist aber eine der schönsten und effektivsten Übungen überhaupt.
 
6) Essen Sie langsam und bewusst. Das geht am einfachsten, wenn man alleine is(s)t. Zu zweit und in Gruppen wird es bereits schwieriger, weil von uns Aufmerksamkeit gefordert wird. Nicht ganz einfach. Wenn Sie aber beispielsweise das Frühstück zuhause alleine einnehmen, dann können Sie dort schon mal jeden Bissen geniessen. Es gelingt mit der Zeit auch in Gesellschaft, sich auf den Genuss beim Essen zu konzentrieren. Ein weiterer Vorteil davon ist natürlich auch, dass eine langsame Nahrungsaufnahme viel gesünder ist und man weniger isst, weil man schneller merkt, wenn man satt wird.
 
7) Achten Sie auf Ihre Worte. Wie sprechen Sie mit Anderen? Sprechen Sie schnell oder langsam? Unkonzentriert oder mit Bedacht die Worte auswählend? Detailverliebt oder oberflächlich? In einem gelangweilten Tonfall, charmant, ärgerlich, mit Humor in der Stimme, ironisch? Oder vielleicht reaktiv, vorwurfsvoll, gutgelaunt, zurückhaltend, einladend? Geben Sie viel oder wenig Information? Achten Sie auf Ihre Wortwahl, den Umfang an Informationen, die Stimmlage, den Ton?
 
8) Und anknüpfend an den obigen Punkt: Wie gehen Sie mit sich selber um? Beobachten Sie den Umgang mit sich: Sind Sie grosszügig zu sich? Kleinlich? Betrachten Sie jedes Kilo auf den Hüften mit Argwohn? Schauen Sie gern in den Spiegel? Kritisieren Sie sich? Belohnen Sie sich? Sind Sie geduldig mit sich? Welche Erwartungen haben Sie an sich? Machen Sie sich Ihr eigenes Verhalten bewusst und realisieren Sie wieder einmal, dass Menschen Fehler haben dürfen. Lachen Sie, seien Sie grosszügig und verzeihen sich ihre Macken. 
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